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Bergimpressionen - 03 - DER MUSIKGESCHMACK DER BERGBESUCHER WAR SCHON IMMER ALTERSSACHE

Am 18. Mai fand im Schächtner’s Zelt der alljährliche Seniorennachmittag des Seniorenamtes statt. Dieses Jahr war hier auch das Jugendparlament der Stadt Erlangen mit Justus Schömann vertreten um heraus zu finden, ob und wie sich der Berg und seine Besucher im Laufe der Jahre verändert haben. Hierfür sprach er im Laufe des Nachmittags mit vielen Senioren und Seniorinnen.


Das was sich am Berg am meisten verändert und geändert hat ist die Musik, da waren sich alle schnell einig. Die Meinung der meisten Senioren und Seniorinnen war aber auch, dass dies vollkommen normal sei, denn auch sie haben ja auch schon in ihrer Jugend „nicht das alte Zeugs“ wie ihre Eltern gehört. Als Beispiel dafür, dass diese Entwicklung normal ist nannten auch viele, dass sie früher niemals den Sender „Bayern1“ gehört hätten, er jetzt jedoch einer ihrer Lieblingssender sei. Der unterschiedliche Musikgeschmack ist also einfach ein Generationsproblem.

Eine weitere Veränderung war laut vielen Senioren und Seniorinnen, dass der Berg „seine Gemütlichkeit verloren hat“, da immer mehr, vor allem junge Leute auf den Berg kommen und man nur noch selten Freunde und Bekannte beim über den Berg laufen trifft. Gerade hier sagten viele Senioren und Seniorinnen jedoch auch, dass es auch früher abends „eng und laut“ war, und dass auch sie in ihrer Jugend auf dem Berg „gerne mal etwas mehr Bier“ getrunken hätten. Interessant war zudem Justus Schömanns Bericht, dass viele Jugendliche den Berg gerade deshalb mögen, weil man „immer irgendwen trifft“. So kennen also Jugendliche noch heute dieses Berg-Phänomen, welches viele Senioren und Seniorinnen von früher kennen. Zu erklären ist dies wahrscheinlich mit den Feststellungen der Senioren und Seniorinnen, dass viele ihrer Freunde und Freundinnen seit ein paar Jahren auch einfach seltener auf den Berg gehen, weil ihnen zu viel los ist.


Eine andere Sache, welche von einige Senioren und Seniorinnen berichtet worden ist, war jedoch, dass anders als von Herrn Prof. Georg Seiderer in den EN dargestellt, auch sie früher schon in Tracht auf den Berg gegangen sind. Sie gaben jedoch trotzdem zu, dass damals natürlich insgesamt sicherlich noch weniger Tracht auf dem Berg zu finden war.


Und natürlich war die breite Meinung der Senioren und Seniorinnen, dass der Berg früher (für sie) „schöner“ war, aber auch sie mussten, genauso wie Justus Schömann für das Jugendparlament zugeben, dass der Berg noch heute für alle Generationen etwas zu bieten hat. Gut fasste der Oberbürgermeister Dr. Florian Janik in seiner Begrüßungsrede zum Seniorennachmittag die Problematiken mit den Veränderungen am Berg zusammen. Er zitierte einen Zeitungsartikel von vor 40 Jahren, in welchem die Erlanger und Erlangerinnen die Veränderungen in der Tradition, der Musik und der Gemütlichkeit am Berg kritisierten. Also dieselben Veränderungen, welche auch heute vorhanden sind und kritisiert werden. Am besten sollten wir daher also alle möglichst tolerant, aber auch respektvoll miteinander am Berg sein.

 

Autor: Justus Schönmann, Jugendparlament der Stadt Erlangen.

Unter dem Motto „Bergimpressionen“ berichten diesmal Auszubildende der Stadt Erlangen und das Erlanger Jugendparlament auf berch.info über ihre Eindrücke auf dem „Berg“.

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