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Rotes Kreuz rettet am Berg erstmals Digital

Die Steuerung der Rettungstrupps auf dem Berggelände wurde bisher immer mit Analog-Funkgeräten im 2 m-Band vorgenommen. Die Kreisbereitschaftsleitung der Erlanger Rotkreuzler hat sich dieses Jahr entschlossen, einen Praxis-Test mit der neuen Digitalfunktechnik vorzunehmen.

In Mittelfranken, dem Netzabschnitt 37, soll der Digitalfunk Mitte 2013 im erweiterten Probebetrieb für Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei und Katastrophenschutz eingeführt werden. Der Einsatz auf der Bergkirchweih ermöglicht erste Erfahrungen im Sanitätsdienst in Erlangen mit dem neuen System.

Die Bergwache des Roten Kreuzes ist dieses Jahr mit vier digitalen Funkgeräten ausgestattet, und zusätzlich mit einem Repeater, der die Abdeckung des kompletten, funktechnisch sehr schwierigen Bergkirchweih-Geländes, gewährleistet. Dies wurde möglich, nachdem ein Antrag an die Projektgruppe DigiNet in München gestellt wurde, von der die Geräte zur Verfügung gestellt werden, und die den Probebetrieb genehmigt hat.

Digitalfunk bietet eine deutlich bessere Sprachqualität, unter anderem auch durch das Herausfiltern  von störenden Hintergrundgeräuschen. Weitere Vorteile des Digitalfunks sind seine Abhörsicherheit, die Ortungsmöglichkeit der Geräte und das dynamische Zusammenstellen von Funkgruppen bei Großeinsätzen.

Die auf der Erlanger Bergkirchweih gesammelten Erfahrungen kommen aber nicht nur den Erlanger BRK Helfern zur Gute. Positive wie negative Erfahrungen werden der Projektgruppe DigiNet des Bayerischen Innenministeriums weitergegeben, von der die Funkgeräte zur Verfügung gestellt werden.

^ps/BRK Erlangen


24.05.2012 08:00 (Kommentare: 2)

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