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Geschichten der Erlanger Brauereien

Postkarte zeigt die blühende Brauereivielfalt Erlangens um 1900. Quelle: Stadtarchiv.
Postkarte zeigt die blühende Brauereivielfalt Erlangens um 1900. Quelle: Stadtarchiv.

Die älteste Brauerei im Familienbesitz ist die Kitzmannbrauerei, deren Gründung im Jahr 1712 belegt ist und die sich seit 1833 im Besitz der Familie Kitzmann befindet.

Erichbräu wurde 1718 gegründet. Im gleichen Jahr entstand auch der gleichnamige Keller am Berggelände. 1848 wurde Erichbräu von Franz Erich erworben, der sie zur größten Erlanger Brauerei der damaligen Zeit machte. Er errichtete 3 Malzkeller unter dem Altstädter Kirchenplatz. Die Erich-Familie baute am Theaterplatz 22 auch das imposante gründerzeitliche Wohnhaus, bekannt als das Erich-Haus, das heute das Thai-Restaurant ZEN beherbergt. 1975 stellte die Erichbrauerei den Betrieb ein. Ihre Produktion übernahm die Patrizier-Bräu AG. Der Erich-Keller entwickelte sich in den Jahren zum eigentlichen Mittelpunkt der Bergkirchweih – hier ist der Puls der Bergkirchweih am unmittelbarsten zu fühlen.

Aber auch der Keller der Henninger-Reif-Bräu steht dem in nichts nach. Hier gibt es den besonders schönen Blick von erhöhter Position auf das „T“, wo Bergstraße und die Straße „An den Kellern“ zusammentreffen. Die Henninger Brauerei geht auf 1699 zurück und ist seit 1816 im Besitz der Familie Henninger. Henninger verkaufte seine Brauerei an Helbig und fusionierte mit der Reifbrauerei 1902. Die Henninger-Reif-Bräu übernimmt 1919 auch die Brauerei Niklas. Wie die Erich-Brauerei  wurde sie ebenfalls 1975 von der Patrizier-Bräu AG übernommen.

Quellen:
Birke, Ralf und Karl-Kraus, Karl (Hrsg.): Der Berg: Das Phänomen Erlanger Bergkirchweih. Birke Verlagsgesellschaft, Erlangen, 2004.
Stadt Erlangen (Hrsg.): 225 Jahre Erlanger Bergkirchweih 1755-1980. Stadt Erlangen, 1980.

Wünschmann, Renate: Die Bergkirchweih im Taschenformat. Sonderdruck aus: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung. Band 50/2004. Erlangen, 2004.