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Bergkirchweih 2018: Friede, Freude, Sonnenschein

Mit dem traditionellen Fass-Eingraben ging gestern kurz vor Mitternacht die 248. Erlanger Bergkirchweih (im 263. Jahr des Bestehens) zu Ende. Täglich zigtausende Gäste konnten eine unbeschwerte und fröhliche „fünfte Erlanger Jahreszeit“ genießen. „Bergreferent“ Konrad Beugel zeigte sich ebenso wie Wirte, Schausteller und Marktkaufleute mit dem Verlauf der Bergkirchweih hoch zufrieden.

Beugel: „Ich habe durchwegs fröhliche und zufriedene Gesichter gesehen. Es war ein Fest, auf dem alle Generationen ihre Freude hatten. Das gute Wetter hat natürlich einen großen Anteil am Erfolg der diesjährigen Kirchweih. Mit den ausgewählten Fahrgeschäften hat der Platzmeister zudem ein gutes Gespür bewiesen. Gerade die neuen Fahrgeschäfte wie Jules Verne, die Geisterbahn Haunted Mansion, Apollo 13, der Break Dance, die Wilde Maus wurden von den Menschen gerne angenommen, die vor den Geschäften anstehenden Besucherreihen sind ein Beleg dafür. Als einzigen Wermutstropfen kann man vielleicht anführen, dass gerade der Familien-Nachmittag unter einem der wenigen Regenschauer zu leiden hatte.“ Beugel zollt auch den zahlreichen Besuchern aus Nah und Fern ein Kompliment: „Die ganz große Mehrheit hat sich trotz mancher Enge gerade auf den Kellern sehr vernünftig verhalten.“ Beugel ging bei seinem Fazit auch auf die Sicherheitsvorkehrungen ein: „Für uns als Veranstalter heißt es: Nach dem Berg ist vor dem Berg. Themen aus dem Sicherheitskonzept – wie zum Beispiel die Musikpausen am Erich-Keller – werden wir analysieren und auf ihre Auswirkungen überprüfen. Mit einem Augenzwinkern verspricht der „Bergreferent“ schon heute: „Wenn der Oberbürgermeister am 6. Juni die Bergkirchweih 2019 eröffnet, wird der Erich-Keller wieder nur eine Bühne haben.“

Auch Karl-Heinz Hartnagel vom Süddeutschen Schaustellerverband berichtet von einer guten Bergkirchweih 2018: „Das Wetter war sehr schön und Schausteller und Festwirte haben ihr Bestes gegeben, damit die Menschen gerne und zufrieden das Fest genießen konnten“. Adam Kunstmann vom Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller (BLV): „Unser Gewerbe ist sehr stark vom Wetter abhängig. Wir sind zufrieden. Leider hat es uns den normalerweise umsatzstarken Familien-Tag verregnet“. Christoph Gewalt bilanziert für die Festwirte: „Wir sind mit dem Besuch auf den Kellern sehr zufrieden, der Besucherandrang hat sich über die Festtage gut verteilt. Die Stimmung war friedlich und entspannt.“

Die Rettungsdienste von Arbeiter-Samariter-Bund und Bayerischen Roten Kreuz verzeichneten einen „durchschnittlichen Berg“ mit einen leichten Rückgang von Versorgungen auf dem Gelände der Bergkirchweih, jedoch einen Anstieg an Behandlungen beim sog. „After-Berg“. Positiv ist ferner festzuhalten, dass es dieses Jahr weniger Einsätze mit alkoholisierten Jugendlichen gab und auch die Anzahl der Opfer von Gewaltdelikten nicht angewachsen ist. Insgesamt war die Erlanger Bergkirchweih aus sanitätsdienstlicher Sicht friedlicher als die letzten Jahre. Besonders hervorzuheben ist außerdem die sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem Sicherheitsdienst und der Polizei, die dafür sorgte, dass die Versorgung von Patienten reibungslos funktionierte.

Oberbürgermeister Florian Janik dankte den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die für die zwölf wunderbaren Tage sorgten: „Ein solch wunderbares Fest zu organisieren, erfordert viel Arbeit vor und hinter den Kulissen. Davon konnte ich mich bei meinen Besuchen vielfach überzeugen. Dafür möchte ich allen, die mitgeholfen haben, „danke“ sagen“. Neben Sicherheits-, Ordnungs- und Rettungskräften haben sich wiederum anerkannte Asylbewerber ehrenamtlich als Dolmetscher und Ersthelfer zur Verfügung gestellt.

Auch die Feuerwehr Erlangen war mit über 60 haupt- und ehrenamtlichen Aktiven an den zwölf Tagen auf den beiden Feuerwehr-Bergwachen im Einsatz und leistete insgesamt 1.500 Stunden Dienst. Die Einsatzkräfte mussten zu keinen größeren Einsätzen ausrücken, die Aufgaben beschränkten sich im Wesentlichen auf die Unterstützung der Sanitätsdienste sowie das Abarbeiten kleinerer technischer Hilfeleistungen.

Auch die Erlanger Polizei blickt zusammenfassend auf einen friedlichen und harmonischen Berg zurück, der dennoch eine Vielzahl von Einsätzen mit sich brachte. „Erfreulich darf in der Gesamtschau festgehalten werden, dass die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen ist. Herauszuheben ist hier die positive Entwicklung bei den Gewaltstraftaten und Diebstahlsdelikten. Die überwiegende Anzahl der Körperverletzungen ging glimpflich aus und war in der Regel der starken Alkoholisierung der Beteiligten geschuldet.

Diese überwiegend friedliche und ausgelassene Stimmung wurde auch im Verhalten der Bergbesucher gegenüber den Einsatzkräften der Polizei immer wieder deutlich. So bedankten sich viele Gäste bei den Polizeibeamten für deren Arbeit und hielten nicht wie sonst so manches Mal den ausgestreckten Mittelfinger, sondern den Daumen nach oben“, vermeldet die Polizei.

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