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Neue Kitzmann-Bierkönigin besteigt ihren Thron

Erlangen – Die 16. Kitzmann-Bierkönigin heißt Kristin I. Sie wird die Erlanger Traditionsbrauerei und damit echte Fränkische Braukunst ein Jahr lang in der Metropolregion repräsentieren. Bis zu 15 Kirchweihen wird die 24-Jährige innerhalb der nächsten 12 Monate besuchen und einige davon feierlich eröffnen. Wie sie sich dabei anstellen wird, galt es am Sonntag zu beweisen. Auf dem traditionellen Kitzmann-Brauereihoffest schaffte sie es, ein Bierfass mit nur zwei Schlägen anzuzapfen und unzählige, süffige Freibier-Maßen gekonnt unters Volk zu bringen. „Ich habe vorher noch nie Bier ausgeschenkt und dann gleich in diesen Mengen. Das war eine echte Premiere für mich“, so die frisch geadelte junge Frau. Ihr und allen ihren Vorgängerinnen widmet Kitzmann das streng limitierte Bierköniginnen-Pils. Es wurde feierlich am 23. April 2016, anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des bayerischen Reinheitsgebots, in einer streng limitierten Menge eingebraut und am Wochenende auf dem Brauereihoffest erstmals öffentlich ausgeschenkt.

Kristin I., die in ihrem bürgerlichen Leben Kristin Braun heißt, als Bürokauffrau arbeitet und aus Hetzles stammt, hatte sich in einem humorvollen Wettbewerb gegen Nadi Böhm (29) aus Baiersdorf und Tashina Voit (21) aus Kitzingen in einer Kopf-an-Kopf-Entscheidung durchgesetzt. Alle drei mussten, angefeuert von Kabarettist Klaus Karl-Kraus, vorsingen und ein Bierfass anstechen. Ihre Leistung wurde anschließend vom Publikum bewertet. „Bier ist keine bierernste Sache“, so Peter Kitzmann augenzwinkernd, „ich hoffe die Besucher und die Wettstreiterinnen hatten bei der Bierkönigin-Wahl genauso viel Spaß wie ich. Dieses Mal war es besonders spannend. Nicht nur die drei Damen, die es in die heutige Endauswahl geschafft haben, waren sehr überzeugend, auch von den anderen, die ich bei der Jury-Vorauswahl am Mittwoch kennen lernen durfte, war ich sehr beindruckt. Trotzdem freue ich mich jetzt, dass es Kristin geworden ist. Herzlichen Glückwunsch. Du wirst uns würdig vertreten!“

18 junge Frauen hatten sich dieses Jahr um den Titel bemüht. Bei einem öffentlichen Online-Voting qualifizierten sich acht davon für die Jury-Vorauswahl, die wiederum ihre drei Favoriten in die Finalrunde aufs Hoffest schickte. Anders als bei sonstigen Wahlen dieser Art muss die Kitzmann-Bierkönigin keine Ur-Erlangerin sein. „Wir Erlanger sind bekannt für unsere Offenheit. Nicht die Herkunft zählt, sondern die Persönlichkeit und die Leidenschaft fürs Bier“, so Peter Kitzmann. Bei beidem hatte Kristin I. überzeugt. „Bier ist ein echtes Kulturgut. Diese Tradition gilt es so lange wie möglich aufrechtzuerhalten“, sagt sie aus tiefster Überzeugung und ergänzt: „In meiner Familie bin ich das Nesthäkchen, bisher für alle das kleine Prinzesschen. Das ist jetzt vorbei, jetzt bin ich eine Königin“, strahlt die Gewinnerin nach der Wahl. Der Titel bringt ihr nicht nur Ruhm und Ehre ein, sondern auch einen Trachtengutschein von Wirkes und einen Reisegutschein, beides zusammengenommen 1.000 Euro wert.

Die Wahl zur Bierkönigin ist der Höhepunkt des traditionellen Brauereihoffests der Kitzmann-Bräu, bei dem lokale Bands und Kapellen spielen, süffiges Bier fließt und deftige, fränkische Speisen gereicht werden. Seit 1999 ernennt Kitzmann dort jährlich seine Bierkönigin, die das Traditionsunternehmen auf den Kirchweihen und Volksfesten in der Region ein Jahr lang repräsentiert. LetztesFest der Saison ist das Bockbierfest, das dieses Jahr am 15. Oktober stattfindet.

Kitzmann braut nach überlieferten Familienrezepten, streng nach den Bestimmungen des Reinheitsgebots von 1516. Für den Brauprozesse werden traditionell vor allem Rohstoffe aus der Region verwendet. Seit 1998 arbeitet die Brauerei zudem mit einem Umweltmanagementsystem, mit dem der betriebliche Umweltschutz über die gesetzlichen Vorgaben hinaus ständig verbessert wird. Kitzmann-Bräu ist die älteste Erlanger Brauerei im Familienbesitz. Ihre Gründung geht auf das Jahr 1712 zurück. Seit 1833 ist sie im Besitz der Familie Kitzmann.

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